Dank des Internets bieten sich Online-Shoppern nahezu unbegrenzte Shopping-Welten und ein Einkauf im Ausland wird möglich, ohne die eigenen vier Wände verlassen zu müssen. Viele Online-Shops bieten grenzüberschreitenden Versand an und haben sich auf Käufer aus dem Ausland eingestellt. Mit giropay und eps ziehen jetzt zwei Online-Bezahlsysteme nach und kündigen eine gemeinsame Schnittstelle an.
Grenzüberschreitendes Shoppen war noch nie so einfach wie im Internetzeitalter und die Rahmenbedingungen für die Kunden werden immer weiter verbessert. Mit dem am 13. Juni 2014 in Kraft tretenden Gesetz zur Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen für per Fernabsatz geschlossene Verträge innerhalb der EU zu einem großen Teil angeglichen, sodass die Käufer grenzübergreifend von einheitlichen Verbraucherrechten profitieren können, egal in welchem Land sie online kaufen.
Zusammenarbeit der Online-Bezahlsysteme giropay und eps
Das grenzüberschreitende Online-Bezahlen steht dagegen noch am Anfang, denn die meisten Online-Bezahlsysteme werden lediglich in einem Land angeboten. Beim Kauf in einem ausländischen Online-Shop stehen die gewohnten Online-Bezahlsysteme häufig nicht zur Verfügung und der Online-Shopper muss auf die angebotenen Systeme umsteigen. Für Online-Shops in Deutschland und Österreich wollen die bekannten Online-Überweisungsverfahren giropay und eps Online-Überweisung dafür eine gemeinsame Lösung anbieten. Für die Online-Kunden in Österreich und Deutschland bedeutet das, die Möglichkeit in ihrer gewohnten Online-Banking-Umgebung grenzüberschreitend per Online-Überweisung bezahlen können.
Bereits im Oktober 2012 hatten die giropay GmbH und die Betreiber von eps Online-Überweisung, die STUZZA Ges.m.b.H. einen Letter of Intent unterschrieben und die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit festgelegt. Im Rahmen der Interoperabilität sollen die beiden Online-Bezahlsysteme technisch auf eine Weise verknüpft werden, die sowohl für die Käufer als auch für die Online-Händler keinerlei Veränderung in den gewohnten Prozessen mit sich bringen wird.
Schnittstelle ab erstem Halbjahr 2014
Die Voraussetzungen für die IT-Umsetzung wurden inzwischen geschaffen, sodass die geplante Schnittstelle für die grenzüberschreitende Funktion der beiden Online-Bezahlsysteme ab dem ersten Halbjahr des Jahres 2014 zur Verfügung stehen wird, wie aus einer Pressemitteilung des Unternehmens hervorgeht.
Die Schnittstelle wird aber auch über die Zusammenarbeit von giropay und eps hinaus neue Möglichkeiten für einen grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr bieten, denn sie soll für andere Online-Bezahlsysteme die Möglichkeit zur Beteiligung bieten. Die technischen Spezifikationen, die andere europäische Online-Überweisungsverfahren für die Integration der Schnittstelle erfüllen müssen, veröffentlichen giropay und STUZZA auf ihren Webseiten.
Erleichterung des grenzübergreifenden Zahlungsverkehrs
Mit der Zusammenarbeit der beiden Online-Bezahlsysteme ist ein weiterer Schritt getan, um das grenzübergreifende Online-Shoppen innerhalb der EU noch komfortabler und unkomplizierter zu machen, wovon Online-Shopper wie Online-Händler gleichermaßen profitieren werden. Die Interoperabilität von giropay und eps leistet darüber hinaus auch einen Beitrag zur Initiative der Europäischen Zentralbank und der EU-Kommission Barrieren im grenzüberschreitenden EU-Zahlungsverkehr abzubauen.
